Von Alta aus hatte ich noch 2 1/2 Etappen vor mir. Die erste war duch starken Wind und Regen,
geprägt. Am darauf folgenden Tag fuhr ich bei starken Gegenwind zu der Insel Magerøyer, auf der das Nordkap liegt. In Honningsvåg, ca. 33km vor dem Ziel, ging ich zu næchst in ein Reisebüro um meine Rückreise zu buchen. Dort bekam ich einen Rückflug für den übernächsten Tag. Eigentlich wäre ich gerne 1-2 Tage länger geblieben, um noch zu dem eigentlich nördlichsten Punkt Europas, Knivskjelodden, zu wandern, aber dann wäre der Flug unbezahlbar gewesen. Von Honningsvåg ging es dann bei Nieselregen und einem kurzen Hagelschauer weiter nach Skarvåg, wo ich in einer Unterkunft übernachtete, da an diesem Tag die Nordkaphalle nicht mehr geöffnet war. Am nächsten Morgen fuhr ich dann die letzten etwa 16 km zum Kap. Dort war es sehr windig und auch recht frisch und ich war mehr als eine Stunde vor der Öffnung der Halle da. Zum Glück durfte ich schon vorher rein und habe sogar noch einen warmen Kakao zum Aufwärmen umsonst bekommen. Allerdings war der Eintritt in die Halle für Radfahrer nicht mehr wie früher kostenlos, aber mit 150NOK deutlich günstiger als der Normalpreis von 235NOK. Als ich gegen Mittag aus der Halle kam, war es zwar immer noch recht kühl, aber dafür war die Sicht deutlich besser als am Morgen. Anschließend bin ich wieder nach Honningsvåg gefahren, wo ich in der Jugendherbere übernachtete, um von dort am nächsten Tag in Richtung Süden zu fliegen. Nach Zwischenlandungen in Hammerfest und Tromsø erreichte ich am Nachmittag, bei etwa 17°C (ganz schön war), Oslo-Gardermoen, wo ich eine Nacht im Hotel bleiben musste. Am nächsten Nachmittag ging es schließlich von dort aus nach Hause. Insgesamt habe ich etwa 2480 km in Norwegen mit dem Rad zurück gelegt.